Im Rahmen des Kulturjahres 2007 und des Willibrordusjahres 2008: 5 Vorschläge kultureller und touristischer Aktivitäten.

4. Mai 2006

Intra Muros möchte im Vorfeld des Kulturjahres 2007 und des Willibrordusjahres 2008 fünf konkrete Vorschläge kultureller und touristischer Aktivitäten vorschlagen.

Die nachfolgenden Vorschläge verstehen sich als positive Ergänzung zu den schon geplanten kulturellen Aktivitäten anderer Vereinigungen und öffentlichen Instanzen in den Jahren 2007 und 2008. Es ist selbstverständlich, dass die Vorschläge im Einklang mit allen betroffenen Vereinigungen und unter aktiver Mithilfe der Echternacher Einwohner zu vervollständigen und zu gestalten sind.

Mit großem Interesse hat Intra Muros die « Touristische Positionierung Luxemburgs im Zuge des Kulturhauptstadtjahres 2007 » analysiert.

Die Studie des « Europäisches Tourismus Institut Gmbh » an der Universität Trier enthält eine Reihe interessanter Überlegungen zur Förderung des Kulturtourismus und somit zur Attraktivitätssteigerung der Städte und Gemeinden.

Von größter Bedeutung wird sein, in den Jahren 2007 und 2008 eine kulturelle und somit touristische Aufbruchstimmung in Echternach zu erzeugen.

Um dies zu bewerkstelligen schlägt Intra Muros asbl eine breite öffentliche Debatte über die zukünftige Kultur- und Tourismuspolitik der Stadt Echternach vor.

Kultur ist ein ganz bedeutender Imagefaktor. Es ist bewiesen, dass mit einer positiven Einschätzung der kommunalen Kultur auch ein positives Image, eine positive Attraktivität einer Stadt und auch eine positive Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt entstehen.

Dazu muss aber das kulturelle Angebot ganz wesentlich von den Kommunen ausgebaut und die Möglichkeit geschaffen werden, dass die Einwohner das Angebot konkret mitgestalten können.

Für Intra Muros asbl versteht es sich von selbst, dass kommunale Kultur nach dem Motto von Hilmar Hoffmann eine « Kultur für alle » sein muss.

Vorschlag 1: Eine Stadt « lebt » ein ganzes Jahr.

Eine Stadt « lebt » nicht nur während der klassischen Touristenzeit.

Bürgerbeteiligung beim Planen und beim Umsetzen kultureller und touristischer Aktivitäten sind Voraussetzung zum Gelingen einer « lebendigen » Stadt.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter, 4 Jahreszeiten mit verschiedenen Veranstaltungen unter konkreter Bürgerbeteiligung :

Frühling :
Frühlingsfest unter dem Motto « Echternach blüht auf ». Der Schwerpunkt sollte auf die Kinder und GANZ BEWUSST auf das so genannte dritte Alter gelegt werden. Hier schlummern Potentiale die oft verkannt werden.
Sommer:
Wir stellen fest: Echternach ist in den Sommermonaten oft ab 19 Uhr für ein touristisches Zentrum trist und öde. Es gilt kulturelle Veranstaltungen zu schaffen, die es ermöglichen Touristen auch nach 19 Uhr im Stadtzentrum zu binden.
Eine kulturelle und touristische Attraktion würde eine Freilichtaufführung unter dem Motto « Echternach im Mittelalter» darstellen.
Herbst:
Eine Kirmes wie früher. Ein traditionelles Kirchweihfest kann zum amüsanten und auch zum beschaulichen Treff vieler Menschen werden.
Ein Kürbisfest in Echternach: Kürbismarkt, Ausstellung, Spezialitäten – Unterhaltung, Kunst und Kultur rund um die populäre Frucht.
Winter:
Ein neu gestalteter Weihnachtsmarkt kann zu einer echten touristischen und kulturellen Attraktion werden.
Karneval, wahrlich eine Tradition in Echternach. Anfänge gab es um 1757, ein Fastnachtsverein wurde 1880 gegründet und 1884 dichtete Professor Speck das bis heute volkstümliche Fastnachtslied „Hämelmaous“. Traditionen zuhauf, eine Fundgrube für eine Karnevalsveranstaltung einer etwas anderen Art.

Vorschlag 2: « Eechternoach Tippësch » – Multikulti inklusive.

Ein Fest der Begegnungen und der Sinne.

Echternach steht zu seinem Lokalkolorit, sieht aber auch über den oft engen Tellerrand hinweg.

Eine « fête des saveurs » mit lokalen, regionalen und internationalen Produkten.

Eine « fête des sens » mit einem internationalen kulturellen Programm.

Eine « fête des rencontres » ein Treff aller in Echternach lebenden Nationalitäten.

Vorschlag 3: Naturpark und Kultur.

Vor 127 Jahren, im Jahre 1879, wurde in Echternach ein Naturpark angelegt. Echternach befand sich damals in einer Vorreiterrolle.

Von dieser Vorreiterrolle ist man heute gelinde ausgedrückt meilenweit entfernt.

Die Parkanlage in Echternach muss wieder eine Touristenattraktion werden.

Die Anlage ist so zu gestalten, dass Initiativen für künstlerisches Schaffen wie beispielsweise Malerei oder Bildhauerei möglich sind.

Eine jährliche kreative künstlerische Veranstaltung wird zum festen Bestandteil der Aktivitäten im Naturpark.

Vorschlag 4: Lebendige Städtepartnerschaft.

Die älteste Stadt Luxemburgs hat bis dato aus unbekannten Gründen noch keine Städtepartnerschaft.

Städtepartnerschaften leben durch den Austausch kultureller, sportlicher und sozialer Kontakte und Begegnungen zwischen den Menschen.

Aufgrund des Willibrordusjahres 2008 wäre eine Städtepartnerschaft aus historischer und kultureller Sicht mit der Stadt Ripon fast unumgänglich. Willibrord wurde in Northumbrien wahrscheinlich in der Nähe von Ripon im Nordosten Englands geboren. Ripon ist mit seinen 14.000 Einwohnern eine der ältesten Städte Englands.

Vorschlag 5: Die rezente Geschichte dokumentieren.

Echternach hat mannigfaltige Eigenarten. Seine rezente Geschichte ist äußerst reich an Erhaltenswertem.

Eine eigene Mundart und eine Fülle von Anekdoten sind Kennzeichen eines lebendigen Echternachs. Leider wurde es bis dato versäumt eine „mémoire collective“, in die Wege zu leiten. Ein Projekt, das die gelebte Geschichte in Echternach dokumentiert, ist von großem kulturellem und geschichtlichem Wert.

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