Echternach: Einfach Wohlfühlen!

11 Vorschläge für ein lebendiges und attraktives Stadtzentrum.

Diese Vorschläge gelten in einer ersten Phase für die eigentliche Touristensaison von Mitte Juli bis Mitte September. Sie sind aufgrund gewonnener Erkenntnisse weiter zu entwickeln.

1. Ein verkehrsberuhigtes Zentrum.

Im gesamten Bereich „Intra Muros“, ausser dem Teilstück N10, gilt Tempo-Zone 30 mit Rechts-Vorfahrt. Schritt-Tempo „zone de rencontre“ mit maximal 20 Stundenkilometer gilt ab Garage Schneiders über den Marktplatz bis Ecke Rollmann. Dieses Teilstück ist nur in dieser Richtung befahrbar. Für jeglichen motorisierten Verkehr (außer öffentlicher Transport und Rettungsdienste) ist dieser Teil täglich ab 18 Uhr bis 7 Uhr geschlossen. Bei Bedarf wie Markttag oder Veranstaltungen können diese Schliesszeiten erweitert werden.

2. „Bikers welcome“.

Der sofortigen Umsetzung des vorliegenden oder eines ähnlichen Konzeptes „Echternach, eine Biker-freundliche Stadt“ (Vorschlag erstellt im Oktober 2005) steht nichts im Wege.

3. Kurze Wege? – Na klar!

Die Stadt Echternach tätigt große finanzielle Anstrengungen um die Parkplatzsituation zu verbessern. Dies muss im Hinblick auf die Touristensaison wesentlich offensiver und positiver vermarktet werden.

Echternach hat ein Zentrum der kurzen Wege.

In diesem Zusammenhang ist die schnellstmögliche Erschliessung des geplanten Auffangparkings N10 zu bewerkstelligen. Dies erlaubt die Schaffung von weiterem Parkraum im Zentrum.

In gleicher Überlegung gilt es zu prüfen, ob der Parkplatz am See nicht als Haltestelle der regionalen Buslinie Bitburg-Echternach einzurichten wäre.

4. Echternach blüht auf.

Unter diesem Motto sollte eine Aktion „Grün im Stadtzentrum“ stehen. Die historische gartenbauliche Tradition in Gärten und Parks soll wieder aufleben. Eine gezielte und nachhaltige Stadtbegrünung gestaltet das Zentrum wesentlich lebendiger und steigert die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bürger.

In diesem Zusammenhang sollte die Durchführung eines „richtigen“ Blumenwettbewerbes schnellstmöglich erfolgen. Das vorliegende Konzept (Vorschlag erstellt im März 2006) könnte als Grundlage dienen.

5. Feste feiern.

Der visuelle Aspekt der Feste auf dem Marktplatz gehört dringend verbessert. Musikpodium und angepasste Stände sind seitens der Gemeinde anzumieten und sollten den Vereinen zur Verfügung gestellt werden.

6. Attraktive Erlebnisse bieten.

Dies bedarf einer seriösen Planungs- und Vorbereitungsphase.

Ganz bewusst gilt es teils exklusive Erlebnisse anzubieten. Einige Beispiele: Bikertreff, Sommer-Braderie mit regionalem Markt, Tango um Moart, Straßentheater, Filmnacht, Multikulturelle Veranstaltung usw.

7. Die Innenstadt als Bühne für die eigene lokale Geschichte.

Es gibt kaum ein historisches Zentrum mit soviel Geschichte und Geschichtchen. Dies gilt es offensiv zu nutzen. Stadtführungen zu ganz spezifischen Themen sollten angeboten werden. Beispiele: Die Geschichte der Springprozession, die Mönche in Echternach, die Geschichte des Laange Veit, das Kartenspiel in Echternach, von Schaffbaier und Kiirpekepp, Geschichtchen von Eechternoacher Einwohnern usw.

8. „Leerstände“ in der Haalergaass nutzen.

Leerstehende Geschäfte tragen nicht zur Attraktivität einer Geschäftsstrasse bei. Ohne Kosten für die jeweiligen Besitzer könnten diese Leerstände eine Zwischennutzung finden. In den Schaufenstern dieser Geschäfte könnte man attraktives Photo-Werbematerial der Stadt Echternach und der kleinen luxemburgischen Schweiz zeigen. Kunstausstellungen sind ebenfalls denkbar.

9. Ein Schwerpunkt: Kinder und Familien.

Ein lebendiges Zentrum braucht ein spezielles Ambiente. Familientourismus erfreut sich großer Beliebtheit. „Familien- und Kinderfreundliches Echternach“ wäre ein durchaus attraktiver und erstrebenswerter Titel! Zu fördern sind demnach ganz besonders Initiativen, die Familien für einen Aufenthalt in Echternach gewinnen könnten.

10. Eine moderne und „peppige“ Werbung.

Es gilt durch Spezialisten eine moderne und „peppige“ Werbung für die Wohlfühlstadt Echternach zu erstellen.

11. Die Finanzierung.

Laut Schöffenratserklärung ist die Einführung einer Kurtaxe geplant. Die Einkünfte dieser neuen Taxe könnten zum Teil der konkreten Ausführung dieser Vorschläge dienen.

Intra Muros asbl legt grossen Wert darauf zu betonen, dass es nicht allein Aufgabe der Gemeindeverantwortlichen ist, schnellstmöglich in die Attraktivität unserer Stadt zu „investieren“.

Die Gemeinde muss agieren, finanzieren, anregen und unterstützen.

Damit sich aber wirklich etwas zum Positiven ändert, bedarf es aller Kräfte, aller in irgendeiner Weise betroffenen Bürger, der Geschäftsleute, der Bewohner des Zentrums und der Vereine.

Intra Muros plädiert für die Durchführung eines „Runden Tisches“. Dies ist ein im Ausland mit großem Erfolg durchgeführtes Mediationsverfahren.

Es gilt einen Diskussionsprozess aller Beteiligter zu initiieren, der in eine nachhaltige Aufwertung der Innenstadt münden soll.

Ein lebendiges und attraktives Stadtzentrum muss das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein.

Vorgestellt am 7. März 2007

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