Verkehrssituation in Echternach: Klärungsbedarf!

Der Echternacher Gemeinderat traf am 2. Juli die Entscheidung, wie denn nun die Verkehrssituation auf dem Marktplatz während der Sommermonate geregelt wird.

Wir bedauern, dass die durchaus realistischen Vorschläge des Geschäftsverbandes und der Intra Muros zwecks attraktiver Gestaltung des historischen Zentrums und einer konsensfähigen Regelung des Verkehrs auf dem Marktplatz, nicht beachtet wurden. Basierend auf ausländischen Erfahrungswerten, hatten diese Vorschläge zum Ziel, Autofahrer und Fußgänger miteinander zu versöhnen.

Verpasst wurde zudem eine kohärente Initiative in Richtung Motorrad-Tourismus. Dieser Tourismus stellt eine wichtige Einnahmequelle für Echternach dar. Unser Vorschlag „Echternach – une commune Bikers welcome“, liegt der Gemeinde seit Oktober 2005 vor.

Intra Muros asbl wird weiterhin für ihre Ideen zwecks Gestaltung eines lebendigen und attraktiven Stadtzentrums werben. In knappen 12 Monaten steht die nächste Entscheidung betreffend die Verkehrsregelung auf dem Marktplatz an!

Zudem sieht Intra Muros dringenden Klärungsbedarf in einer ganz präzisen Sachfrage, zumal die Meinungen diesbezüglich innerhalb der federführenden CSV-Fraktion auseinander driften.

Seit geraumer Zeit wird seitens des Schöffenrates der Eindruck erweckt, als stünde das Umgehungsprojekt „Tunnelvariante“ unter dem Stadt- und Abteipark wieder auf einer Prioritärenliste. Eine Tageszeitung titelte gar nach der letzten Gemeinderatssitzung: „2008 wird der Grundstein für das „Umgehungsmodell: Tunnel“ gelegt.“

Am 24. Januar 2007 erklärte der Bautenminister in einem Interview mit der Wochenzeitung Revue zum Thema Mobilität folgendes:

Revue: Wollen Sie den Echternachern anhand des IVL (Integratives Verkehrs- und Landesentwicklungskonzept) erklären, dass sie keine Umgehungsstraße bekommen?

Claude Wiseler: In Echternach wird die alte Charly-Trasse dazu dienen, den Verkehr aus dem Ortskern herauszuholen.

Wir stellen fest: Auf die klare Frage des Journalisten erwähnte der Bautenminister vor 5 Monaten mit keinem Wort die seitens des Schöffenrates hervorgebrachte „Tunnelvariante“. Klärungsbedarf scheint also angesagt. Es wäre für das zukünftige Schaffen von Bedeutung, ob überhaupt und falls ja, in welchem konkreten Zeitrahmen, diese „Tunnelvariante“ seitens des Staates geplant ist.

Vor einem Jahr forderte Intra Muros die Ausarbeitung eines zukunftsweisenden Mobilitätskonzeptes. Ein solches Konzept ist wesentlich mehr als ein „Auto-Fixiertes“ Planen von Straßen und Tunnelvarianten. Diese Forderung hat an ihrer Aktualität nichts eingebüßt!

(Mitgeteilt 6.7.2007)

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