Echternach: Transitverkehr prüfen!

Das Verkehrsaufkommen von Schwertransportern, also Fahrzeugen von über 3,5 Tonnen, sorgt schon länger für angeregten Gesprächsstoff bei der Echternacher Bevölkerung.

Bei diesen Diskussionen gilt es zwischen verschiedenen Formen von Verkehrsaufkommen durch Schwertransporter zu unterscheiden.

  1. Das lokale Aufkommen:
    Die Echternacher Industriezone bewirkt Verkehrsaufkommen durch Schwertransporter. Die Aktivitäten einer Diekircher Firma im „Alferweiher“ tragen zu diesem Verkehrsaufkommen bei. Dies gilt auch für andere ortsansässige Firmen mit Schwertransport. Interessant wäre eine Untersuchung dieser Verkehrsbewegungen in die Wege zu leiten. Die so erfassten Verkehrsströme wären ein wichtiges Element bei der Einschätzung der aktuellen Situation.
  2. Das regionale Aufkommen:
    Viele Eifeler und einheimische Firmen tätigen wirtschaftliche Aktivitäten in unserer Region. Der durch diese Tätigkeiten verursachte Verkehr muss oft über Echternach um an den Zielort zu gelangen.
  3. Das Aufkommen durch die Europastraße 29:
    Allgemein ist zu beachten, dass Echternach nach wie vor Durchgangsort der E 29 (Köln-Saarbrücken/Sarreguemines) ist. Eine Europastraße bleibt weiterhin eine internationale Fernstraße, die Verkehr fast magnetartig anzieht.
  4. Das Aufkommen durch die Bundesstraße 51:
    Die B 51 (Bremen-Saarbrücken) stellt ab dem Kölner Raum die kürzeste und schnellste Verbindung mit Luxemburg und Lothringen dar. Diese Bundesstraße verzeichnete in den letzten Jahren ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Schwertransporter. Besonders die Region Prüm-Bitburg-Trier-Konz ist hiervon betroffen. Viele Verkehrsteilnehmer entgehen dem Knotenpunkt Bitburg-Trier durch eine Umfahrung über die Europastraße 29. Es wäre interessant festzustellen, welches Ausmaß an zusätzlichem Verkehr Echternach durch diese Umfahrung erhält.
  5. Das Aufkommen durch den Transitverkehr:
    Von Transitverkehr ist die Rede, wenn eine Ware einfach nur durch einen Staat hindurch transportiert wird.
    Zwecks Regelung dieses Durchgangsverkehrs haben die staatlichen Instanzen klare rechtliche Vorgaben geschaffen.
    Das grossherzogliche Reglement vom 5. Mai 1994 „limitant la circulation de transit sur une partie de la voie publique“ gilt als Basisreferenz. Die Aktualisierungen dieses Reglementes in den Jahren 2001 und 2003 änderten nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Textes.
    Der Transitverkehr durch Luxemburg ist auf schnellstem Weg auf eine Autobahn zu führen! Dies ist die unmissverständliche Philosophie des Reglementes. Zuwiderhandlungen unterliegen klar definierten gesetzlichen Strafbestimmungen.

Im Klartext bedeutet dies für Echternach: Der Transitverkehr aus Belgien und Frankreich nach Deutschland hat in Echternach nichts verloren. Dieser Transitverkehr müsste längst auf einer Autobahn sein.

Für den Transitverkehr kommend über Echternacherbrück nach Belgien und Frankreich ist die Fahrt über die Nationalstraße 11(Europastraße 29), also durch Echternach, zur Autobahnauffahrt bei Waldhof Vorschrift.

Das großherzogliche Reglement von 1994 besagt nichts über jenen Schwertransport welcher im Raum Bitburg-Trier eine Umgehung der Bundesstraße 51 via Luxemburg, also über Echternach, nach dem Saarland benutzt. Eigentlich ist dies Transitverkehr. Er hätte demnach in Echternach nichts verloren. Ab Prüm über Bitburg und Trier wäre nach Saarbrücken die B 51 zu benutzen.

Intra Muros schlägt eine eingehende Prüfung der Ist-Situation in Sachen Transitverkehr in Echternach vor. Die Sachlage würde so in Echternach und in der ganzen Region in ihren Diskussionen wesentlich klarer.

Bei Zuwiderhandlungen gegen bestehende gesetzliche Bestimmungen sind die vorgesehenen Strafen ab sofort konsequent anzuwenden.

Mitgeteilt 14.8.2007

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