Von “Schaffbaier”, “Kirpekeep” und Schmalz – Ein Abend der besonderen Art.

Bis 1925 gab es in Echternach die Zunft der Schiffbauer.

Diese “Schaffbaier” waren eine eher hartnäckige und starrköpfige Zunft. So mancher sagte den Schiffbauern nach, sie wären so hartnäckig und starrköpfig wie die Kirpen der Boote, die sie bauten. Die Kirpen waren ein zähes Stück Holz, halb Ast, halb Stück vom Stamm. So wurden die Schaffbaier im Volksmund zu “Kirpekeep”. Diese “Kirpekeep” feierten jährlich mit einem Umzug ihren Zunftspatron den heiligen Nikolaus. Es war dies ein ausschließlich Echternacher Fest.

Intra Muros asbl hat diese Tradition, in leicht geänderter Form, wieder aufleben lassen. Vielleicht auch weil Intra Muros schon eine hartnäckige Vereinigung ist, die Sache mit der Starrköpfigkeit möge jeder selbst entscheiden.

Am Freitag, dem 30. November 2007 kommt es zu einer weiteren Auflage der „Schaffbaier-Soirée“. Ab 20 Uhr erwartet die Besucher ein Abend der etwas anderen Art in den historischen Räumlichkeiten des Hihof’s.

Der Ablauf des Abends verspricht Abwechslung: Verköstigung des „Schaffbaier-Schmalz 2007“, dieses der Jahreszeit angepasste Schmalz, hergestellt aus Zutaten des „Bunten Bentheimer Schweines“, wurde exklusiv nach einem Hausrezept für Intra Muros durch die Metzgerei Osweiler aus Echternach hergestellt; ein der Saison angepasstes „Weldragout, Spätzle mat roude Kabbes, Toart a Kaffi“.

Kulturelles Rahmenprogramm.

Zudem hat gegen 22 Uhr eine besonders zu dieser Jahreszeit sehr aktive Persönlichkeit ihr Erscheinen angekündigt.

Apéritif, Weiß- und Rotwein, Bier, Soft (alle Getränke à volonté), Menu, eine Portion „Schaffbaier Schmalz“ insgesamt 35€ pro Person.

Anmeldung bis zum 26. November unbedingt erforderlich!

Durch Überweisung auf eines der untenstehenden Konten mit dem Vermerk „Schaffbaier“ sowie der Anzahl der Teilnehmer.

Nach dem Eingang der Überweisung erhalten Sie eine Bestätigung.

Schaffbaierlidd„Erhönscht an op-pole’ert vum Isidor Comes, Musek voam Max Menager“

„Am Vorabend von St. Nikolaus, Patron der Schaffbaier, zogen sie untergehakt durch die Strassen und sangen mit ausgiebig biergeölter Kehle ihr Lied.“

Erste Strophe von insgesamt vier.

Am Fre’jo’er, wann de Guguck séngt,

An d’Sonn de leetzte Schni opleekt;

De Bösch voa Stömmen hoart erkléngt,

Wu d’Kîrmes ass fir d’Stai gedeckt:

T’gät löschteg här an d’get gesongen;

Gedronk a flott derbai gesprongen,

An d’Glaass den än deem aner raicht,

Wi rôsen gét drop lôss gestaicht!

Hätte mir is Bäm bezoolt, Bäm bezoolt, Bäm bezoolt,

Hätte mir is Bäm bezoolt, der Jômer gehei de’i Schold!

Meertesdâg erwo’erde mir mat Bângen,

T’Jo’er ass öm, mer ho’ knapps o-gefaangen.

Hätte mir is Bäm bezoolt, Bäm bezoolt, Bäm bezoolt,

Hätte mir is Bäm bezoolt, is Bäm, is Bäm bezoolt!

(Auszüge aus dem Livre d’ Or du Centenaire der Société d’Embellissement et de Tourisme ; Artikel von Evy Friedrich « Die Schaffbaier » – 1977).

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