“La Petite Marquise” in Echternach: Für eine neue Qualität im Vorgehen!

Intra Muros asbl reichte am 11. November 2007 beim Schöffenrat der Gemeinde Echternach ein Unterredungsgesuch zwecks einer Bestandsaufnahme des Dossiers „La petite Marquise“ ein.

Zwei Monate nach diesem Gesuch, erreichte uns weder eine Empfangsbestätigung, geschweige denn ein Datumsvorschlag zwecks einer Unterredung.

Es ist für uns unverständlich, warum der Schöffen- und der Gemeinderat nach aussen so träge in dem Dossier „La petite Marquise“ verfahren. Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob eventuelle „Geheimverhandlungen“ eine Lösung des Problems vorantreiben. Wir wissen nur, dass die Besitzer ganz rezent lukrativste Angebote ablehnten. Konkret wird von einem Angebot von 2,5 Millionen € (100 Millionen alter Franken) gesprochen.

Intra Muros wollte anlässlich einer Unterredung dem Schöffenrat einen weiteren konkreten Vorschlag zur Vorgehensweise in diesem seit nun 10 Jahren andauernden Dossier unterbreiten. Wir sehen uns aufgrund des Schweigens der Gemeindeväter veranlasst, diesen Vorschlag nun per Presseerklärung zu veröffentlichen.

Endlich eine Koordination vorantreiben.

Intra Muros wünscht im leidigen Dossier „La Petite Marquise“ eine neue Qualität der Vorgehensweise.

In diesem Sinne schlägt die Vereinigung dem Schöffenrat der Gemeinde Echternach vor, die Vorgehensweise aller Betroffenen und Interessierten in Bezug auf die „Petite Marquise“ zu koordinieren.

Es gibt gerichtliche Initiativen seitens der Gemeinde und einzelner betroffener Bürger, es gibt Handlungsvorschläge u.a. seitens Intra Muros, es gibt Bestandsaufnahmen und Meinungsäußerungen staatlicher Instanzen, ohne dass es je zu einem gemeinsamen tiefgreifenden Gespräch aller Betroffenen und Interessierten gekommen wäre.

Mit dieser Initiative geht es Intra Muros nicht um die Wertung all dieser Aktionen oder Vorschläge, sondern darum, Kräfte zu bündeln um diese für ganz Echternach desaströse Situation einer Lösung zuzuführen.

Wir sind der Überzeugung, dass ein von der Gemeinde Echternach einberufenes Rundtischgespräch aller „Marquise-Betroffenen“ von Nutzen wäre.

Eine gemeinsame Bestandsaufnahme und ein offenener, konstruktiver Meinungsaustausch könnten zu neuen Perspektiven in der Vorgehensweise führen.

Intra Muros schlägt die Beteiligung folgender Akteure an diesem Rundtischgespräch vor:

  • Der Schöffen- und Gemeinderat und die kommunale Bautenkommission wegen ihrer gesetzlich definierten Aufgabenbereiche;
  • Die Anrainer der „Petite Marquise“ wegen der ihnen zugefügten nachweisbaren Schäden durch die seit 10 Jahren bestehende Situation;
  • Die Rechtsbeistände aller am Gericht Prozessierenden wegen einer möglichen gemeinsamen Koordinierung der juristischen Vorgehensweise;
  • Die „inspection sanitaire“ des Gesundheitsministeriums wegen der desolaten hygienischen Situation der „Baustelle“;
  • Der nationale „Service des sites et monuments“ wegen der Lage der „Petite Marquise“ direkt am historischen Marktplatz;
  • Der Willibrordus-Bauverein wegen der Aufnahme der Springprozession in das Weltkulturerbe, eine Prozession deren Weg direkt an der „Baustelle“ vorbeiführt;
  • Der lokale Geschäftsverband wegen des massiven Imageschadens der ganzen Echternacher Geschäftswelt durch den Zustand der „Marquise“;
  • Der „Syndicat d’Initiative et du Tourisme“ aufgrund des massiven touristischen Imageschadens der „Baustelle“ mitten im historischen Ortskern;
  • Die „Amis du Vieil Echternach“ und Intra Muros aufgrund ihrer getätigten Vorschläge.

Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Besetzung eines Rundtischgespräches so manche Perspektiven eröffnen würden.

Mitgeteilt 15.1.2008

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