Tourismus in Echternach : Verkrustete Strukturen aufbrechen!

Lob für den Schöffenrat. Mit der Vorstellung der „MindForest“-Studie über die Stärken und Schwächen des Echternacher Tourismus gibt es ein Dokument, das zur Diskussion anregt und den Vorteil besitzt, von einem externen Büro erstellt worden zu sein. Der Prophet im eigenen Land ist bekanntlich nichts wert!

Die eigentlichen Resultate und konkreten Vorschläge der Studie sind allerdings eher banal. „Cross-selling“, „Corporate Identity“, Angebotspakete, bessere Kommunikation und dergleichen mehr gehören heute zur Vermarktungsstrategie einer jeden Tourismusstadt.

Trotz fachlicher Ausdrucksweise schreibt die „MindForest“-Studie eigentlich Klartext. Man muss nur gewillt sein, zwischen den Zeilen zu lesen und zu interpretieren.

Wenn die Studie gängige und bekannte Strategien zwecks Aufwertung der Tourismusbranche vorschlägt, so muss die bisherige Vermarktungsstrategie kritisch hinterfragt werden.

Wenn im Jahre 2008 eine Studie zur Aufwertung des Tourismus Dinge vorschlägt wie eine verbesserte Werbung und Präsenz durch Internet, Newsletter, Gemeindezeitung, Logo, eine bessere visuelle Gestaltung und dergleichen mehr, so müsste dies die Verantwortlichen im Syndicat d’Initiative et du Tourisme und in der Gemeinde zu einer selbstkritischen Analyse bewegen.

Es genügt der Blick über den eigenen Tellerrand. Überall wo es Ortschaften mit einem gewissen touristischen und kulturellen Flair gibt, ist die Angehensweise bei der ganzjährigen Vermarktung und die Kreativität der Angebote um ein vielfaches besser, bunter und engagierter als in Echternach.

Dies gilt für unsere Nachbarn in Rheinland-Pfalz, in der Eifel, im Saarland oder in den belgischen und französischen Grenzgebieten. Dies gilt beispielsweise auch für den Süden des Landes! Mancherorts wo sich noch vor Jahren kein Tourist hin verirrt hätte, ist heute richtig was los und es wird mit allem geschickt geworben, was man zu bieten hat.

Nun kann man Studien ja bekanntlich so oder so interpretieren und die unterschiedlichsten Schlüsse ziehen. Intra Muros asbl ist der Ansicht, dass es unbedingt an der Zeit ist, im Tourismusbereich klare Zukunftsentscheidungen zu treffen. Jedenfalls ist es mit einem neuen Logo, einem Faltblatt und dergleichen mehr nicht getan!

Vielmehr müssen verkrustete Strukturen aufgebrochen werden. Im Tourismusbereich muss Echternach viel offensiver vorgehen. Vielleicht wird die Vorstellung der Studie ja einen breiten Diskussionsprozess anregen. Wir würden es begrüßen!

Intra Muros asbl

(Mitgeteilt 30.6.2008)

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