Mobilitätswoche 2008: In Echternach Zeichen setzen!

Vom 15. bis zum 22. September findet europaweit die alljährliche Mobilitätswoche statt. In Luxemburg wird diese Aktion unter dem Motto „Eng propper Loft fir eis all – eng besser Mobilitéit“ gestaltet.

Das Umwelt- und Transportministerium rief gemeinsam mit dem Gemeindesyndikat SYVICOL alle Gemeinden zu einer aktiven Teilnahme an dieser Aktion auf.

Die Resonanz ist beachtlich. In 52 Gemeinden wird in dieser Septemberwoche eine Vielzahl von ganz konkreten Aktionen durchgeführt.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Echternach wiederum keine der teilnehmenden Gemeinden ist.

Alle Entwicklungstrends belegen, dass die Gemeinden in den kommenden Jahren noch weiter durch Strassenverkehr belastet werden. Nationale Experten rechnen vor, dass der Strassenverkehr bis 2020 allgemein um 33% zunehmen wird. Es gehört somit zu den Prioritäten eines jeden Kommunalpolitikers sich dieser Herausforderung zu stellen.

Unverständlich ist, dass es in einer Stadt wie Echternach mit regionalem Charakter und dem Status einer Tourismushochburg keine Gesamtplanung betreffend die Mobilität von Fußgängern, Radfahrern, Motorradfahrern, öffentlichem Transport und Autoverkehr gibt.

Seit 2006 quält sich die Gemeinde mit den unmöglichsten Entscheidungen betreffend die Verkehrsregelung im historischen Zentrum herum.

Spätestens nach dieser Sommersaison dürfte es dem wohlwollensten Beobachter klar geworden sein, dass die ganze Reglementierung ein Schlag ins Wasser war.

Seit längerem plädiert Intra Muros für eine Begegnungszone im historischen Zentrum. Dies wäre aufgrund der aktuellen Verkehrssituation das einzig realistische und zudem innovative Projekt.

Auf die rezente Fragestellung eines Journalisten welche Lösungen gegen das hohe Verkehrsaufkommen in Echternach in Frage kämen, entgegnete der Bürgermeister: „(…) Kleine Änderungen Innerorts machen meines Erachtens keinen Sinn. (…)“.

Wir widersprechen dieser Aussage! Warum? Moderne Verkehrs- und Mobilitätsplaner sind eindeutig der Meinung, dass es besonders in einer Gemeinde vieler Schritte, also auch kleiner Änderungen bedarf, um als Ganzes Erfolg zu haben.

Eine Vielzahl von guten Beispielen belegt dies eindeutig.

Was hindert die Gemeinde Echternach eigentlich daran, folgende Initiativen in die Wege zu leiten?

  • Die Einberufung einer „Zukunftswerkstatt“, wo mit den Bürgern die kommunale Mobilität diskutiert und geplant würde;
  • Die Erstellung eines wegweisenden Mobilitätskonzeptes unter Mitarbeit der Trierer Universität;
  • Die Einführung einer Begegnungszone im historischen Zentrum;
  • Die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30km/h;
  • Die Erstellung eines spezifischen Mobilitätskonzeptes für Menschen mit besonderen Bedürfnissen;
  • Die Erstellung eines Motorrad freundlichen Konzeptes „Bikers welcome“;
  • Das Unterbinden illegalen Transitverkehrsaufkommens gemäß bestehender Verordnungen;
  • Die Sensibilisierung großer Betriebe für ein betriebliches Mobilitätsmanagement – die Niederlande zeigen hier den Weg;
  • Die konsequente Einbindung der Region Müllerthal und der Eifeler Grenzregion in die Koordination einer regionalen Mobilitätsplanung.

Intra Muros asbl ist der Ansicht, dass dies starke politische Zeichen für eine gute Zukunft Echternachs wären.

(Mitgeteilt 11.9.2008)

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