La petite Marquise: Dreck räumen, Sicherheit prüfen!

Intra Muros asbl hat durch ihre Gründung im März 2005 nachweisbar Bewegung in das leidige Thema „La petite Marquise“ in Echternach gebracht.

Durch die Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung ist die Bauruine auf dem historischen Marktplatz zu einem Thema weit über die Grenzen Echternachs geworden.

Nach jahrelangem Zögern bequemte sich die Gemeinde im August 2005 eine erste Klage gegen die Gebrüder Weber als gemeinsame Besitzer der „La petite Marquise“ einzureichen. Weitere Klagen folgten. Wie vorhersehbar bisher leider ohne konkretes Resultat.

Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass die Gemeinde zwei Möglichkeiten einer direkten Handhabe, dies ohne Gerichtsurteil, gegen die Besitzer hat.

Es obliegt aufgrund von unmissverständlichen Gesetzen dem Bürgermeister, einerseits die Sicherheit und andererseits die allgemeine Sauberkeit in einer Gemeinde aufrecht zu erhalten.

Lange, sehr lange wurden wir seitens der Gemeindeführung nicht ernst genommen. Bis es im Februar dieses Jahres zu einem Brand im Gebäude kam und kurze Zeit später das Sturmtief „Emma“ das Dach arg in Mitleidenschaft zog. Endlich wurde die Gemeinde in Punkto Sicherheit aktiv, dies so wie wir es seit Jahren erklären und fordern, ohne Gerichtsprozedur.

Dass in Punkto Sicherheit aber so manches noch längst nicht in Ordnung ist, beweist das weitere kommunale Einschreiten aufgrund sich lösender Dachflächen.

Dass starke Regenfälle durch die baulichen Mängel am Gebäude der „La petite Marquise“ schwere Schäden an den Nachbarhäusern anrichten, ist für die Anrainer zur bitteren und vor allem kostspieligen Realität geworden.

Unverständlich bleibt auch, warum die Gemeinde nicht schon längst das Problem der allgemeinen Sauberkeit auf dem Gelände der Ruine anging. Intra Muros asbl verdeutlichte mehrmals, dass es nicht genügt den Unrat und den Dreck im Hof und im Gebäude der „La petite Marquise“ durch Holzwände zu verdecken.

Der Binnenhof des Anliegens ist die reinste Müllkippe. Ein wahrlich „erbaulicher“ Blickfang für die betroffenen Anrainer.

Wir wissen von Augenzeugen, dass es im Gebäude selbst chaotisch aussieht. Unbeschreiblicher Dreck, marode Betten und jede Menge Matratzen „zieren“ im Innern das Gebäude.

Eine wahre „Wohlfühloase“ für alles mögliche Getier mitten im historischen und touristischen Zentrum. Ein Skandal!

Seit dem Jahre 2000 und mit schöner Regelmäßigkeit, prangern Berichte der zuständigen „inspection sanitaire“ des Gesundheitsministeriums diese andauernde Sachlage an.

Es ist die Pflicht einer Gemeinde, in solchen Situationen direkt einzugreifen. Es gilt, die betroffenen Anrainer zu schützen, es gilt den Dreck und Unrat zu räumen. Dies geht ohne langwierige Gerichtsprozeduren. Dies geht aufgrund bestehender Gesetze und Reglemente. Gebraucht wird hierzu lediglich etwas politischer Mut!

Herr Bürgermeister, lassen sie den Unrat und den Dreck im Hof und in der Ruine des Anliegens entfernen; lassen Sie fachlich prüfen ob bauliche Mängel an der „La petite Marquise“ den Anrainern Schäden zufügen; lassen Sie durch Experten prüfen inwieweit das Gebäude ein Sicherheitsrisiko für das gesamte Umfeld darstellt!

(Mitgeteilt 14.10.2008)

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