Eine Aufbruchsstimmung einleiten!

Vorbemerkung:

Ein Zentrum ist und bleibt das Gesicht einer Gemeinde. Es weist deren Bedeutung und Entwicklung wider. Es ist ein Ort der Begegnung und des Austauschs.
Die zukünftige Entwicklung eines Gemeindezentrums stellt eine der größten Herausforderungen der Kommunalpolitik dar.

Viele Kommunen müssen sich zunehmend um die Attraktivität ihrer Stadtzentren kümmern. Die Konkurrenz der „grünen Wiese“, mangelnde Innovationsfähigkeit, zögernde Investitionen, Leerstände in Fußgängerzonen, allgemeiner Attraktivitätsschwund oder schlechte Stimmungslage beim Mittelstand sind vielerorts Anzeichen dieser Krise.

In Echternach stellen sich die Probleme ähnlich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gemeinde bisher nicht fähig ist, eine Aufbruchsstimmung zu vermitteln.

Mit 7 ganz konkreten Initiativen wäre schnell und ohne millionenschwere Investitionen eine nachhaltige Trendwende und eine Aufbruchsstimmung zu erreichen.
Echternach hat ein unvorstellbares Potential. Dies muss nur offensiv nutzen.

Diese Vorschläge könnten allesamt 2009 durchgeführt, zumindest bis Frühjahr 2010 abgeschlossen oder eingeleitet sein.

1. Für die Einführung einer Begegnungszone.

Kernpunkt für eine Aufbruchsstimmung bleibt die Einführung einer Begegnungszone längs des Marktplatzes.
Warum die Gemeinde in den sterilen „Markt auf – Markt zu“-Entscheidungen erstarrt, ist nicht nur für uns ein Rätsel.
Wir haben eine ganzjährige Regelung mit der Schaffung einer Begegnungszone vorgeschlagen. Das gute Beispiel im schweizerischen Burgdorf zeigt, dass eine solche Initiative zu einer Initialzündung für eine bessere Zukunft führen kann.
Eine Begegnungszone wo alle Verkehrsteilnehmer gleiche Bedeutung haben, bringt nachweisbar ein Mehr an Lebens- und Aufenthaltsqualität, eine Aufwertung des jeweiligen Ortszentrums und des innerörtlichen Handels sind bewiesen.

2. Für eine Aufwertung der Porte St Willibrord und des Vulpert.

Das Umfeld des neuen Kultur- und Tourismuszentrums Trifolion ist in einem nicht vertretbaren Zustand.
Wildes Parkieren, schlechter Straßenzustand, kein Charme, kein Konzept – unwürdig für Echternach, unwürdig für die Gäste des Trifolion.
Wir fordern die schnelle Ausarbeitung eines Konzeptes zwecks Gestaltung dieses Umfeldes. Das Umsetzen ist zügig voranzutreiben.
Es gilt für das Echternacher Festival und die Veranstaltungen im Trifolion ein flottes Ambiente zu schaffen. Es gilt durch die Umsetzung dieses Konzeptes eine Verzahnung des Trifolion mit dem Marktplatz und der Haalergaas zu erreichen. Den Besuchern kultureller Manifestationen muss ein Lustgefühl zum Verweilen vermittelt werden.

3. Für eine Aufwertung der Haalergaas.

Eine Umgestaltung der Haalergaas wird ganz wesentlich für einen Aufschwung der Fußgängerzone sein. Es gilt Trends zu erkennen und geschickt zu agieren.
Freizeit und Einkauf wachsen immer mehr zusammen. Erfolgreiche Geschäftsstraßen müssen dies in Zukunft aufgreifen. Es gilt die betroffenen Bereiche so zu gestalten, dass sie von einer reinen Einkaufszone zu einem Erlebnisbereich werden.
Qualitativ gute Animation wie Straßentheater, Ausstellungen, Musikevents, betreute Kinderaktivitäten usw. sind Beispiele für einen Erlebnisbereich.
Die Fußgängerzone braucht dringend ein neues Lichtkonzept. Fassaden und Straßenraum müssen dezent aufgehellt werden. Somit entsteht ein Raum der erlebbar und lebendig wirkt. Es entsteht eine einladende Einkaufsstraße.
In diesem Zusammenhang müssen die Grünordnung und das Mobiliar überdacht werden. Kurzfristig wären die Leerstände ohne Kosten für die Besitzer als touristische Werbeflächen oder kulturelle Ausstellungsfenster zu nutzen.

4. Für einen lebendigen Markplatz.

Mit der Einführung einer Begegnungszone, könnte die ganze Raumaufteilung des Marktplatzes neu durchdacht werden. Ein Platz zum Verweilen und Genießen muss das Ziel sein.
Größere Terrassenflächen, Begrünung, Kinderfreundlichkeit, Freilichttheater, professionell geplante Animation und bessere logistische Hilfe zur Verschönerung der Vereinsfeste, sind Stichworte eines lebendigen Marktplatzes.
Echternach mit seinem historischen Marktplatz, hier gehört ein großer regionaler Wochenmarkt hin. Hier soll an die kulturhistorische Bedeutung eines Marktes erinnert werden. Saisonal, jeweils am Samstag kann dieser Wochenmarkt mit seinem Schwerpunkt auf regionale Produkte zum Besuchermagneten werden. Das Image einer flotten und innovativen Einkaufsstadt könnte so Aufschwung erhalten.

5. Für ein „ Business Improvement District (BID) „.

Die Idee stammt aus Kanada. Sie entwickelte sich zu einer Erfolgsstory für Innenstädte die sich durch die wachsende Konkurrenz der Shopping-Meilen in einem puren Überlebenskampf fühlten. In Großbritannien, den Niederlanden und in Deutschland beispielsweise, werden seit geraumer Zeit solche Modelle durchgeführt.
Die Grundidee sind Partnerschaften zwischen Grundstückseigentümer und Geschäftsinhabern die in einem festgelegten Bereich (hier der Marktplatz und die Haalergaas) zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes und der Attraktivitätssteigerung finanzieren und durchführen.
Das BID ist ein typisches Modell einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (Public-Private-Partnership, PPP).
Für Echternach gilt es diese Idee aufzugreifen und bei den zuständigen Ministerien dafür einzutreten. Zur Realisierung eines solchen „Business Improvement District“ bedarf es einer gesetzlichen Grundlage. Echternach sollte sich für die Durchführung eines Pilotprojektes dieses im Ausland so bewährten Modells einsetzen.

6. Für eine Advents- und Lichterstadt Echternach.

Gerade in der Adventszeit liegt ein großes Potential brach. Dies beweist seit drei Jahren, die „1001 Stären“ Vereinigung mit der neuen Gestaltung des Weihnachtsmarktes. Diese Veranstaltung entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum größten Besuchermagneten im Zentrum Echternachs.
Die ganze Adventszeit muss anders genutzt werden. Ein Kinderfest am Nikolauswochenende; der traditionelle Weihnachtsmarkt und Feste des Lichtes und der Sinne sind Vorschläge für die 4 Adventswochenenden.
Es bedarf keiner Erklärung, Echternach braucht endlich eine adäquate und festliche Weihnachtsbeleuchtung!
Die einstige Lichterstadt würde in der Adventszeit wieder aufblühen.

7. Für die Neugestaltung des Stadtparks.

Vor 130 Jahren, im Jahre 1879, wurde in Echternach ein Naturpark angelegt. Damals befand sich die Stadt in einer Vorreiterrolle.
Von dieser Vorreiterrolle in Sachen Stadtpark, ist man heute gelinde ausgedrückt meilenweit entfernt. Der Park führt ein nicht akzeptables „Schattendasein“. Keine Visitenkarte für eine Tourismushochburg.
Die historische Parkanlage muss dringend attraktiv gestaltet werden. Sie muss zu einem Treffpunkt und einer offenen Begegnungsstätte für Bürger werden. Sie muss zu einem Anziehungspunkt für Touristen werden. Parkanlage und Sauerpromenade, welche Möglichkeiten!
Echternach benötigt dringend einen Masterplan für die neue Gestaltung ihres Stadtparks. Kurzfristig muss dieser Gesamtplan und der Zeitplan für die Umsetzung der Neugestaltung festgelegt werden. Dies wäre ein starkes Zeichen für ganz Echternach.

Fazit

Mit diesen realistischen und machbaren Vorschlägen zeigt Intra Muros, wie Wege einer Aufbruchsstimmung zu erzeugen wären.
Eine Aufbruchsstimmung setzt innerhalb der ganzen Bevölkerung ein enormes Potential frei. Zögerliches Verhalten, Ungewissheit, Perspektivlosigkeit wären mit einem Schlag in Mut und Kreativität gewandelt.
Die kommunalen Finanzen zur Umsetzung dieser Vorschläge können bereitgestellt werden.
Warum also lange zögern?
Es geht einfach um die gute Zukunft Echternachs.

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