Einfach nur „Gewurschtels“!

Was sich der Schöffenrat bei der diesjährigen Verkehrsregelung während der Sommermonate im Zentrum Echternachs bisher leistete, ist einfach nur „Gewurschtels“. So lädt man keine Touristen zum Verweilen im Sauerstädtchen ein.
In den letzten Jahren gab es schon immer wechselnde und teils unverständliche Entscheidungen bei den Verkehrsregelungen im historischen Zentrum. Dies führte zum Resultat, dass niemand – weder Einheimische noch Touristen – irgendein Konzept erkennen konnte. Für eine Touristenortschaft wie Echternach ist dies fatal. Es ist eine Binsenweisheit, dass es für eine touristische Hochburg ganz wesentlich ist, seinen Besuchern ein klares, modernes und verständliches Verkehrskonzept anzubieten. Dies ist eine wichtige Dienstleistung für eine florierende Tourismusbranche.
Hatte bis dato der Gemeinderat noch wenigstens die Chance, sich zu geplanten Reglements zu äußern, wurden die Gemeinderatsmitglieder dieses Jahr entmündigt. Durch Schöffenratsentscheidungen wurden nun die Regelungen für die letzten Wochenenden festgelegt. Von irgendwelcher Bürgerinformation oder gar –beteiligung keine Spur.
Zu allem Überdruss kommt in diesem Sommer noch eine mangelhafte Beschilderung hinzu. Dies führte bereits zu teils chaotischen Verkehrssituationen in betroffenen Nebenstraßen. So werden weder Touristen noch Kunden für die Echternacher Geschäftswelt angeworben. Im Gegenteil!
Seit nun 3 Jahren plädiert Intra Muros asbl für eine definitive, ganzjährige Verkehrsregelung im gesamten Zentrum Echternachs. Mit der Einführung einer Begegnungszone (Shared Space) kann für ein klares verständliches Konzept gesorgt werden. Es gibt europaweit eine Fülle von guten Beispielen, die nachweisbar einen Aufschwung durch eine solche Begegnungszone in den jeweiligen Ortschaften belegen. Es gibt Beispiele, wie durch solch ein Konzept, in Verbindung mit einem modernen lokalen Tourismusmanagement – beispielsweise durch die Förderung der Gemütlichkeit oder durch attraktive kulturelle Veranstaltungen – gar eine Touristenattraktion entstehen kann.
Man muss keine Verkehrsstudien abwarten um dieses Konzept umzusetzen. Wir sind überzeugt, dass alle betroffenen staatlichen Instanzen positiv auf ein Shared-Space-Konzept reagieren würden.
Es wird höchste Zeit, die Verkehrsregelungen im Stadtzentrum konsequent zu planen und umzusetzen. Wertvolle Zeit wurde vertrödelt. Konkrete, gute und machbare Vorschläge liegen vor. Es ist an der Kommunalpolitik endlich zu handeln.

(Mitgeteilt am 8. Juli 2010)

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